{"id":29,"date":"2019-08-29T12:25:38","date_gmt":"2019-08-29T12:25:38","guid":{"rendered":"http:\/\/munkacs-diocese.org\/de\/?page_id=29"},"modified":"2019-09-09T15:14:24","modified_gmt":"2019-09-09T15:14:24","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/munkacs-diocese.org\/de\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Kurze Geschichte der r\u00f6misch-katholischen Kirche in Transkarpatien<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Von Anfang bis zu unseren Tagen<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber die Geschichte, Herausbildung und das Leben der Di\u00f6zese Mukatschewo kann man nur authentisch sprechen, wenn man auch der Vorausgegangenen ihrer Gr\u00fcndung gedenkt. Ihre Geschichte ist in vier gro\u00dfe Epochen zu teilen:<\/p>\n<p>Die Zeit vor der Gr\u00fcndung des Bistums Satmar<br \/>\nDie Epoche des Bistums Satmar<br \/>\nDie Epoche nach dem 1. Weltkrieg<br \/>\nDie Ereignisse w\u00e4hrend der Sowjetregierung und nach ihrem Zusammenbruch bis zu unseren Tagen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p>1. Unseren Kenntnissen nach bewahrte das Ungartum und die sich ihm anschlie\u00dfenden V\u00f6lker, die in das Karpatenbecken siedelten, trotz ihrer Verbindung mit verschiedenen Religionen seinen t\u00fcrkischen Kult, den zu pflegen war in erster Linie die Aufgabe des sakralen F\u00fcrsten. Die ungarischen Grossf\u00fcrsten waren schon in den 50ziger bis 60ziger Jahren des 10. Jh.n. Chr. bereit, das Christentum anzunehmen, aber die politischen Verh\u00e4ltnisse entschieden, ob sie sich dem \u00f6stlichen oder westlichen Ritus anschliessen.<\/p>\n<p>Der eigentliche Organisator der ungarischen Kirche war Anasthas-Astrik, der Erzbischof von Kalotscha, sp\u00e4ter von Estergom. Im Auftrag des Papstes und des heiligen K\u00f6nigs Stephan ordnete er die katholische Kirche von Ungarn auch territorial. Alle sieben Di\u00f6zesen waren sehr gross, so auch das Bistum von Transsylvanien &#8211; gegr\u00fcndet im Jahre 1009 -, zu dem das Gebiet Transkarpatiens bis zum Anfang des 14. Jh.s geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>\u00dcber das Leben des Christentums im 11. Jh. sind wenige nur wenige schriftliche Dokumente vorhanden. Man weiss, dass unter den Kirchen der romanischen Zeit in Transkarpatien die Rotunde in Uzhgorod-Horjani eine hervorragende Bedeutung hatte. Sie ist eine der im besten erhaltenen Rotunden. Damals existierten mehrere Pfarreien, z. B. in Bobove, Ardiv, Didove, Zmijivka, Ivanivka, Velika Bihan, Sjurte, Chornotisiv und Vinogradjiv.<\/p>\n<p>Transkarpatien wurde ab 1346 ein Teil der Di\u00f6zese Eger. Von dieser Zeit an baute man an immer mehr Orten Kirchen, nicht allein in den St\u00e4dten. Eine Aufzeichnung im Vatikanarchiv erw\u00e4hnt mehr als 50 Kirchen auf unserem Gebiet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p>2. Das selbst\u00e4ndige katholische Bistum von Satmar wurde am 23. M\u00e4rz 1804 gegr\u00fcndet und Papst Pius VII. errichtete es noch in demselben Jahr, am 9. August. Das neue Bistum enthielt au\u00dfer des Komitats Satmar auch die Komitate Maramarosch, Ugotscha und Ung. Die geistige Entwicklung der Di\u00f6zese wurde au\u00dfer der Geschichte auch dadurch bestimmt, was die Bisch\u00f6fe f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen f\u00fcr wichtig und begl\u00fcckend hielten. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges f\u00fchrten folgende Bisch\u00f6fe die Di\u00f6zese:<\/p>\n<p>Istv\u00e1n Fischer (1804-1807) sah die Wichtigkeit des Organisierens des Unterrichts. Er rief ein bisch\u00f6fliches Lyzeum, ein katholisches Gymnasium und eine Theologische Hochschule ins Leben.<\/p>\n<p>P\u00e9ter Klobusiczky (1807-1821) Dekan von Ung teilte die Di\u00f6zese auf in Dekanate. Er weckte das Lerninteresse durch Gr\u00fcndungen von Gymnasialinternaten auch auf dem Lande. Nach den Napoleonischen Kriegen herschte gro\u00dfer Hunger in diesem Gebiet. So organisierte er zu sogenannte &#8222;Hilfszentren&#8220;, die Caritas.<\/p>\n<p>Fl\u00f3ri\u00e1n Kov\u00e1cs (1821-1825) war wegen seiner kr\u00e4nklichen Natur im t\u00e4tigen Apostolat behindert.<\/p>\n<p>J\u00e1nos H\u00e1m (1827-1857) f\u00fchrte 30 Jahre lang das Bistum. Mit Recht kann man sagen, dass er das Image der Di\u00f6zese gepr\u00e4gt hat. Seine apostolische T\u00e4tigkeit und F\u00fchrung spielte im Leben des ganzen Gebietes eine sehr wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Mih\u00e1ly Haas (1858-1866) &#8211; in seiner Zeit kamen die Jesuiten in ihre alten Kl\u00f6ster zur\u00fcck. Auch er legte auf den Unterricht gro\u00dfen Wert. Er gab Zeitschriften und B\u00fccher aus und rief p\u00e4dagogische Kurse ins Leben. Er errichtete Krankenpflege- und Waisenh\u00e4user in Transkarpatien.<\/p>\n<p>L\u00e1szl\u00f3 B\u00edr\u00f3 (1866-1872) war Mitarbeiter von J\u00e1nos H\u00e1m, so ist es zu verstehen, dass auch er sich der Armen, Waisen, Alten und Sch\u00fcler annahm.<\/p>\n<p>L\u00f5rinc Schlauch, Dr. (1873-1877) errichtete priesterliche Bibliotheken in allen Pfarreien. Er f\u00fchrte den Schulunterricht in allen D\u00f6rfern von Transkarpatien ein und \u00fcberpr\u00fcfte es.<\/p>\n<p>Gyula Meszl\u00e9nyi (1877-1905) f\u00f6rderte Zivilvereinigungen. Bedeutend ist seine kulturelle T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>Tibor Boromissza, Dr. (1906-1928) &#8211; in seiner Zeit war die Regierung der Di\u00f6zese wegen den Ver\u00e4nderungen der politischen Grenzen schwierig. Es gelang ihm eine stabile soziale und karitative Arbeit aufzubauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p>3. Unter der Amtszeit des Bischofs Dr. Tibor Boromissza war bis zum I. Weltkrieg herrschte ein reicher Aufschwung bei der Errichtung neuer Institute und Ma\u00dfnahmen zur Vertiefung des Glaubenslebens. In diese Epoche fiel die Erichtung der R\u00e4terepublik und der darauf folgende Friedenspakt von Trianon mit der Zersplitterung der Di\u00f6zese. In der neuen Lage bem\u00fchte sich der Bischof das Verh\u00e4ltnis zwischen der Di\u00f6zese und des rum\u00e4nischen Staates zu ordnen. Seine Jurisdiktion erstreckte sich auf die Kirchengemeinden im Gebiet der Tschechoslowakei, so stellte er die Apostolische Administratur von Uzhgorod auf. Es ist bemerkenswert, dass er trotz der Staatsgrenze fast ungest\u00f6rt die Gebiete in Ungarn wie auch in Transkarpatien regieren konnte. In seiner Amtszeit trat das kanonischen Rechtes von 1917 in Kraft. Die eigenen Di\u00f6zesanrechte verglich er mit dem neuen kanonischen Rechtes und modifizierte diese, damit sie dem Kodex entsprachen. Bei dieser Arbeit unterst\u00fctzte ihn sehr Dr. J\u00e1nos Scheffler, Konsistorialanwalt und Professor f\u00fcrs Kirchenrecht. 1926 ertellte Bischof Boromissza das Statut f\u00fcr die Di\u00f6zese Satmar. Nach langem Leiden starb er am 9. Juli 1928. Das Domkapitel w\u00e4hlte dann Istv\u00e1n Szab\u00f3 zum Stiftsvikar.<\/p>\n<p>Am 7. Juli 1929 schloss der Heilige Stuhl ein Konkordat mit Rum\u00e4nien ab, das viele Nachteile f\u00fcr die ungarische katholische Kirche von Transsylvanien enthielt. Von diesem Tag an erlosch die Jurisdiktion des Ordinarius von Satmar \u00fcber den Teil der Di\u00f6zese in Ungarn, der seit dem 1. Oktober 1923 mit der Hilfe eines Au\u00dfenvikars geleitet wurde. Von demselben Moment an erlosch seine Oberhoheit \u00fcber Transkarpatien &#8211; das als ein Teil der Di\u00f6zese von Satmar, der Tschechoslowakei geh\u00f6rte -, das seit dem 8. M\u00e4rz 1923 ebenso vom Au\u00dfenvikar Dr. \u00c1bris Tahy geleitet wurde. Trotz den Grenzverschiebungen f\u00fchrte die Kirche die Rechtspraxis von Satmar weiter. 1930 kam die Apostolische Administratur mit dem Sitz in Uzhgorod f\u00fcr Transkarpatien zustande, deren Leiter Ferenc Szvoboda war. Laut der ersten Entscheidung von Wien (2. November 1938) begann man ab Herbst 1938 die Kirchenregierungslage der zu Ungarn zur\u00fcckgeschlossenen oberl\u00e4ndischen Gebiete in Eiltempo zu ordnen. Der Apostolische Stuhl vereinigte die ehemaligen Pfarreien der Di\u00f6zese von Satmar in Transkarpatien sowie jene in Ungarn in der Apostolischen Administratur von M\u00e9rk (in Ungarn) und ordnete sie mit der am 19. Juli 1939 ausgegebenen Bulle unter die Jurisdiktion des Bischofs von Kaschau, Istv\u00e1n Madar\u00e1sz. Die Tinte auf den Dokumenten war nocht nicht trocken, als es schon zu neuen Grenzenverschiebungen kam. Laut der zweiten Entscheidung von Wien am 30. August 1940 kehrte der gro\u00dfe Teil von Partium und Nord-Transsylvanien zum Mutterland Ungarn zur\u00fcck. Am 23. Juli 1940 (also noch vor der zweiten Entscheidung von Wien) ernannte der Heilige Stuhl den Jesuitenpriester P\u00e1l Napholcz zum Bischof von Satmar-Gro\u00dfwardein. Entsprechend der neuen Lage reichte der ernannte Bischof dem Heiligen Stuhl seinen R\u00fccktritt ein, die dieser auch annahm und \u00c1ron M\u00e1rton mit der Regierung der Di\u00f6zesen beauftragte.<\/p>\n<p>Nach einer Stuhlvakanz von zweieinhalb Jahren \u00fcbernahm Dr. J\u00e1nos Scheffler am 17. Mai 1942 die Leitung der Di\u00f6zese Satmar &#8211; samt Transkarpatien &#8211; als Di\u00f6zesanbischof, bzw. die Leitung der Di\u00f6zese Gro\u00dfwardein als Apostolischer Administrator. Laut der zweiten Entscheidung von Wien integrierten sich die beiden kirchlichen Gebiete in die ungarische Kirchenstruktur. Transkarpatien schloss sich von neuem zur Di\u00f6zese Satmar an. Der Bischof betrachtete als seine Hauptaufgabe, die partikulare Rechtsetzung seiner Di\u00f6zese zur \u00f6rtlichen Rechtsetzung der ungarischen Kirche zu richten. Als Pastor war er vorallem Tr\u00f6ster seiner Gl\u00e4ubigen. Er selbst machte in den abgetrennten Gebieten Pastoralbesuche. Als der Krieg das ganze Gebiet der Administratur erfa\u00dfte, st\u00e4rkte der Oberhirt selbst mit seiner pers\u00f6nlichen Gegenwart seine Priester und Gl\u00e4ubigen. Er kam mehrmals nach Transkarpatien. Kurz vor dem Ende des Kriegs besuchte er zum letzten Mal das ganze Gebiet unter seiner Oberhoheit. Einer Anordnung aus Rom gem\u00e4\u00df bestimmte er \u00fcberall, so auch in Transkarpatien, was &#8222;zu tun ist&#8220;: er legte fest, wer der n\u00e4chste Generalvikar sein soll, wenn die Verbindung mit dem Bischof schwierig oder der Vikar festgenommen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p>4. Nach dem Zusammenbruch im Jahre 1944 wurde die Kirchenleitung von Transkarpatien von Satmar aus Bischofssitz praktisch unm\u00f6glich. Deshalb ernannte Bischof Scheffler den Archidiakon von Beregovo, Ferenc P\u00e1sztor zum Bischofsvikar Transkarpatiens. Er benannte zwei weitere Vikare, die im Fall einer eventuellen Verhinderung die Kirchenprovinz leiten sollten. Von den \u00e4lteren Priestern wissen wir, dass der eine Dr.Bern\u00e1t Bujal\u00f3 und der andere Jen\u00f5 Szegedi war. Laut des Friedenspaktes von Paris am 10. Februar 1947 wurde das Gebiet der Di\u00f6zese Satmar in vier Teile geteilt. In der Tschechoslowakei blieben 13, in Ungarn 27, in Rum\u00e4nien 55 Pfarreien. Transkarpatien mit 40 Pfarreien kam zur Sowjetunion.<\/p>\n<p>Vor dem Sowjetterror blieb aus die r\u00f6misch-katholischen Kirche in Transkarpatien nicht verschont. Ihre Priester wurden meistens mit der Anschuldigung des Landesverrates und antisowjetischer Agitation verurteilt. In so gef\u00e4hrlicher Situation war die F\u00fchrung der Kirche recht schwierig. In diesen Zeiten, als Glaube und Kraft auf die Probe gestellt war, erf\u00fcllte jeder Priester seine Aufgabe im Geist der Lehre Jesu Christi, wie man konnte. Offiziell war es verboten, die Kirchenmartrikel zu f\u00fchren. Im geheimen aber machten es die Priester es trotzdem. Nur Gottesdienste zu feiern und die Toten zu begraben war gestattet. Sie durfte nicht einmal Priesteramtskandidaten aufnehmen. Durch diese schwere Epoche wurden trotzdem mehrere B\u00fccher in Ungarn wie auch in Transkarpatien herausgegeben.<\/p>\n<p>Als sich der Terror milderte und schon auch mehrere Priester aus den Konzentrationslagern nach Hause kamen, versuchten die staatlichen Beh\u00f6rde mit dem Kirchenamt der Kirche zu f\u00fchren. Sie konnten einige Priester umgarnen, die &#8211; dank ihrer Macht durch das Kirchenamt &#8211; die Kirche Transkarpatiens zu regieren versuchten.<\/p>\n<p>1956 ernannten die Staatsorgane willk\u00fcrlich die Pfarrer von Uzhgorod, J\u00e1nos M\u00e9sz\u00e1ros, dann Dr. Tibor Z\u00e1vodnyik zu Bischofsvikaren. 1956 kamen die verschleppten Priester aus den Lagern nach Hause. So auch der Archidiakon Bern\u00e1t Bujal\u00f3. Er \u00fcbernahm die Kirchenleitung, wegen seines Gesundheitszustandes trat er aber bald zur\u00fcck. Der zu seinem Nachfolger bestimmte Pfarrer von Palanok, Jen\u00f5 Szegedi bekam keine staatliche Best\u00e4tigung und er durfte nicht regieren, aber im Geheimnis war bis zu seinem Tod mit 86 Jahren sein Wort in der r\u00f6misch-katholischen Kirche ma\u00dfgebend.<\/p>\n<p>1985, nach dem Tod von Dr. Tibor Z\u00e1vodnyik erw\u00e4hlten die Priester J\u00f3zsef Galambos, den Pfarrer von Hust zum Vikar, der aber noch im Dezember desselben Jahres starb. Dann wurde J\u00f3zsef Cs\u00e1ti der n\u00e4chste Vikar Transkarpatiens. W\u00e4hrend des Kommunismus regelte und \u00fcberpr\u00fcfte die Staatsbeh\u00f6rde f\u00fcr kirchliche Angelegenheiten alle kirchlichen T\u00e4tigkeiten. Ohne die Best\u00e4tigung des Staates durfte man keinen Priester versetzen. Allgemein g\u00fcltige, f\u00fcr alle Kirchen ma\u00dfgebende Verordnungen konnten die Vikare wegen der politischen Unterdr\u00fcckung nicht erlassen. Am schwersten wurde die Katechese f\u00fcr Kinder bestraft.<\/p>\n<p>Der Vikar J\u00f3zsef Cs\u00e1ti versuchte trotz seines hohen Alters die hier lebenden Priester zusammenzuhalten. Er nutzte alle Gelegenheiten zum Organisieren von Priestertreffen. Er gab seine Anweisungen \u00fcberwiegend m\u00fcndlich; er sprach darin \u00fcber die Wichtigkeit des Gebetes, der Katechese und der Seelsorgearbeit. Im Leben der R\u00f6misch-Katholischen Kirche Transkarpatiens trat eine entscheidende Wende im positiven Sinn ein, als der Dr. L\u00e1szl\u00f3 Kardinal Paskai, Erzbischof von Estergom, im Fr\u00fchling 1989 Transkarpatien besuchte. Nach dem seelsorgerlichen Besuch genehmigte die Regierung der Sowjetunion, dass Priester aus Ungarn Seelsorgedienst auf diesem Gebiet aus\u00fcben. Am 1. November 1990 kamen Ordensleute auch aus der Tschechoslowakei.<\/p>\n<p>Am 28. M\u00e4rz 1992 ernannte der Heilige Stuhl Erzbischof Antonio Franco, den apostolischen Nuntius der Ukraine, zum Ordinarius der R\u00f6misch-Katholischen Kirche Transkarpatiens. Er kam noch im selben Jahr am 13. August nach Transkarpatien und in Mukacewo best\u00e4tigte er Pater Cs\u00e1ti in seinem Amt als Generalvikar.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von J\u00f3zsef Cs\u00e1ti, im M\u00e4rz 1993 ernannte Erzbischof Antonio Franco &#8211; auf Grund der Meinung der hier arbeitenden Gastpriester &#8211; Lajos Hudra, den Pfarrer von Solotvino zum Generalvikar und berief Priesterr\u00e4te und Vikare entsprechend den verschiedenen Sprachgebieten. Es herrschte gro\u00dfe Freude, als am 26. Juni 1993, nach 46 Jahre langem Stillstand wieder ein einheimischer Priester S\u00e1ndor Pap in Transkarpatien geweiht wurde.<\/p>\n<p>Laut Beschluss des Heiligen Stuhls kam am 14. August 1993 die Apostolische Administratur Transkarpatiens zustande. Als erster Apostolische Administrator wurde der Erzbischof Antonio Franco, der Apostolische Nuntius der Ukraine. Am 16. Dezember wurde die p\u00e4pstliche Bulle \u00fcber die Gestaltung der Apostolischen Administratur Transkarpatiens in der r\u00f6misch-katholischen Kirche von Mukatschewo verk\u00fcndigt. Wegen der gro\u00dfen Entfernung konnte der Nuntius das neubeginnende Leben der Kirche nur schwierig leiten. An zwei gro\u00dfen Festen des Jahres, zu Weihnachten und Ostern traf er sich in Transkarpatien mit seinen \u00f6rtlichen Priestern, sonst leitete er die Sachen der Kirche mit der Hilfe des Generalvikars Lajos Hudra.<\/p>\n<p>Papst Johannes Paul II. ernannte am 9. Dezember 1995 Antal Majnek, den Leiter der Franziskanermission in Vinograd, zum Weihbischof der Apostolischen Administratur Transkarpatiens. Nach dem Tod vom P. Lajos Hudra, am 17. Dezember 1995 wurde er der Generalvikar. Die feierliche Bischofsweihe erfolgte in Rom am 6. Januar 1996 durch den Papst Johannes Paul II. Der Nuntius gab dem neuen Generalvikar freie Hand f\u00fcr die seelsorgerlichen Leitung bis auf die Priesterweihe und die Versetzung der Priester. Anderthalb Jahre sp\u00e4ter, am 7. Oktober 1997 ernannte der Papst Antal Majnek zum Ordinarius der Apostolischen Administratur Transkarpatiens.<\/p>\n<p>Das kirchliche Leben ging mit immer gr\u00f6\u00dferen Schritten vorw\u00e4rts. Seit 1998 erfolgen jedes Jahr Priesterweihen in der Kirche von Mukatschewo.<\/p>\n<p>Das Gro\u00dfe Jubil\u00e4umsjahr 2000 feierte die Kirche in Transkarpatien mit gro\u00dfer Feierlichkeit. Das Hauptfest fand zum Festtag des Schutzpatrons der Apostolischen Administratur, des Hl. Martins statt. An diesem hervorragenden Ereignis nahmen auch der apostolische Nuntius der Ukraine, Erzbischof Nikola Eterovi\u00e6, der Metropolit-Erzbischof von Lviv, Marian Jaworski, der r\u00f6misch-katholische Bischof von Satmar, P\u00e1l Reizer und der griechisch-katholische Bischof von Mukatschewo, J\u00e1nos Szemedi teil. Zum Hauptfest des ungarischen Millenniums kam am 20. August, am Fest des Hl. K\u00f6nigs Stephan in Solotvino, wo der Oberhirt eine Statuengruppe mit Figuren ungarischer Heiligen segnete.<\/p>\n<p>Seitdem weihte der Bischof Antal Majnek mehrere neue Kirchen ein, unter anderen in Klutscharki, Muzhijevo, Zabrid, Chetovo, Uzhgorod-Bozdosh und Uzhgorod-Radvanka.<\/p>\n<p>Das neueste gro\u00dfe Ereignis unserer Kirche in Transkarpatien erfolgte am 27. M\u00e4rz 2002, am Karmittwoch, als unser Heiliger Vater, Papst Johannes Paul II. im Vatikan ank\u00fcndigte, dass er die R\u00f6misch-Katholische Apostolische Administratur Transkarpatiens zum Rang einer Di\u00f6zese erhob. Dadurch gr\u00fcndete er die Di\u00f6zese Munk\u00e1cs (Mukachevo) f\u00fcr die r\u00f6misch-katholischen Gl\u00e4ubigen und zum ersten Di\u00f6zesanbischof ernannte er den bisherigen Apostolischen Administrator, den Bischof Antal Majnek.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Priester, die zwischen 1945-56 verschleppt worden sind<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dezs\u00f5 \u00c1rvay<\/strong>, Pfarrer in Vilok, er kehrte nach Vilok zur\u00fcck, 1967 starb er.<\/p>\n<p><strong>Bern\u00e1t Bujal\u00f3<\/strong>, Dr. Archidiakon von Uzhgorod, Vikar. 1956 kam er verkr\u00fcppelt nach Hause, 1979 starb er in Rativtsi (Kisr\u00e1t).<\/p>\n<p><strong>Zolt\u00e1n Bak\u00f3<\/strong>, Pfarrer in Solontsi, er kehrte verkr\u00fcppelt nach Hause, 1959 starb er in Mukatschewo.<\/p>\n<p><strong>K\u00e1lm\u00e1n B\u00e1rtfay<\/strong>, Archidiakon von Vinogradjiv, zur\u00fcckgekehrt lebte er in Pension, 1961 starb in Uzhgorod.<\/p>\n<p><strong>J\u00f3zsef Cs\u00e1ti<\/strong>, Hilfspriester in Mukatschewo. Sein Todesurteil wurde nicht vollstreckt. Nach seiner R\u00fcckkehr durfte er einige Jahre lang nach Mukatschewo nicht zur\u00fcckgehen. Sp\u00e4ter wurde er hier Pfarrer, von 1986 Vikar bis zu seinem Tod im Jahre 1993.<\/p>\n<p><strong>J\u00f3zsef Galambos<\/strong>, Pfarrer in Bene. Nach seiner R\u00fcckkehr Pfarrer in Hust, 1985 wurde er zum Generalvikar gew\u00e4hlt, aber noch in demselben Jahr starb er.<\/p>\n<p><strong>S\u00e1ndor Haklik<\/strong>, Dekan von Rativtsi (Kisr\u00e1t), er wurde schwer krank verschleppt. Unterwegs starb er, er ruht an einem unbekannten Ort.<\/p>\n<p><strong>Antal Heveli<\/strong>, Pfarrer in Solotvino. Nach seiner R\u00fcckkehr diente er zuerst in Solotvino, sp\u00e4ter war er Pfarrer in Svaljava bis zu seinem Tod im Jahre 1999.<\/p>\n<p><strong>P\u00e9ter Homolya<\/strong>, Pfarrer in Onokivtsi, er starb 1981 als Archidiakon in Beregovo.<\/p>\n<p><strong>\u00c1goston Horv\u00e1th<\/strong>, Pfarrer in Dovhe. Zur\u00fcckgekehrt diente er an mehreren Orten. Im Dezember 1990 starb er als Pfarrer in Uzhgorod.<\/p>\n<p><strong>Lajos Hudra<\/strong>, Hilfspriester in Beregovo. Er kehrte nach Hause; er war Pfarrer in Hust und in Solotvino, dann starb er 1995 in Mukatschewo als Vikar.<\/p>\n<p><strong>Istv\u00e1n L\u00f5rincz<\/strong>, Dekan von Storozhnicja wurde 1945 verhaftet. Nach seiner R\u00fcckkehr starb er in Holmok im Jahre 1979.<\/p>\n<p><strong>Ferenc P\u00e1sztor<\/strong>, Archidiakon von Beregovo, Generalvikar, er starb irgendwo in Sibirien.<\/p>\n<p><strong>P\u00e1l Plackinger<\/strong>, Kaplan in Uzhgorod, deportiert nach Sibirien. Nach seiner R\u00fcckkehr wurde er Pfarrer in K\u00f6nigsfeld, Tjatschiv, Wischkowo, Buschtino und Kobiletska Poljana, dann war er gezwungen, nach Deutschland zu emigrieren. Von 1995 an lebte er im Altersheim f\u00fcr Priester in Satu Mare bis zu seinem Tod im Jahre 2002.<\/p>\n<p><strong>J\u00e1nos S\u00f6r\u00f6s<\/strong>, Dekan von Mukatschewo, er kehrte nach Hause, er starb 1958 in Mukatschewo.<\/p>\n<p><strong>Istv\u00e1n Tempfli<\/strong>, Pfarrer in Djakovo, zur\u00fcckgekehrt wurde er Pfarrer in Rachiv, er starb hier im Jahre 1988.<\/p>\n<p><strong>Ern\u00f5 Tindira<\/strong>, Pfarrer in Bardhaus wurde 1945 verhaftet. Nach der Amnestie von 1956 wurde er aus Transkarpatien verwiesen, er durfte erst kurz vor seinem Tod nach Hause kommen; er starb 1972.<\/p>\n<p><strong>J\u00f3zsef T\u00f3th<\/strong>, Dr. Pfarrer in Serednje wurde 1945 festgenommen. Nach seinem Freiwerden war er jahrelang aus Transkarpatien verwiesen; 1968 starb er in Serednje.<\/p>\n<p><strong>Gy\u00f6rgy T\u00f5k\u00e9s<\/strong>, Dekan von Hust, er kehrte nach Hause, er starb 1973 in Hust.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurze Geschichte der r\u00f6misch-katholischen Kirche in Transkarpatien Von Anfang bis zu unseren Tagen \u00dcber die Geschichte, Herausbildung und das Leben der Di\u00f6zese Mukatschewo kann man nur authentisch sprechen, wenn man auch der Vorausgegangenen ihrer Gr\u00fcndung gedenkt. 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